So funktioniert Energiestufen.
Erst das Gebäude verstehen.
Dann die eigenen Möglichkeiten entdecken.
Jedes Bestandsgebäude bietet unterschiedliche Möglichkeiten, Energieverbrauch und Wohnkomfort zu beeinflussen.
Manchmal genügen kleine Veränderungen an der vorhandenen Technik. Manchmal lassen sich einzelne Bauteile oder Anlagen gezielt verbessern. Und manchmal ist eine umfangreichere Modernisierung der passende Weg.
Energiestufen macht diese Möglichkeiten sichtbar und ordnet sie verständlich ein. Dabei geht es nicht darum, jedes Gebäude vollständig zu sanieren. Es geht darum, die vorhandenen Möglichkeiten zu kennen und anschließend selbst entscheiden zu können, welche davon zur eigenen Situation passen.
So entsteht der Bericht
Ein Gebäude. Drei Handlungswege.
Am Anfang steht das Gebäude. Ein Fachanwender – zum Beispiel ein Immobilienmakler – erfasst grundlegende Informationen zur Gebäudehülle und Gebäudetechnik. Dazu gehören beispielsweise:
- Dach und oberster Gebäudeabschluss
- Fenster und Außentüren
- Außenwände
- Keller und unterer Gebäudeabschluss
- Heizung und Warmwasserbereitung
- Lüftung
- Photovoltaik und Stromversorgung
Die Gebäudeaufnahme erfolgt anhand verständlicher Fragen. Vorhandene Informationen und Fotos können die Einordnung ergänzen.
Auf dieser Grundlage werden passende energetische Möglichkeiten aus einer strukturierten Maßnahmenbibliothek ausgewählt. Ein Fachanwender kann die Ergebnisse prüfen und redaktionell überarbeiten. Daraus entsteht der sechsseitige Energiestufen-Bericht.
Pilotbetrieb: Die automatisierte Berichtserstellung befindet sich derzeit im Aufbau und wird im Pilotbetrieb getestet.
Die drei Energiestufen
Drei Wege für ein Gebäude.
A, B und C sind keine Energieeffizienzklassen und keine Bewertung von schlecht nach gut. Sie beschreiben unterschiedliche Eingriffsumfänge.
Energiestufe A – Bestehendes nutzen
Vorhandene Bauteile und Anlagen können häufig weiter genutzt werden. Durch geeignete Einstellungen, kleine Verbesserungen und einen bewussteren Betrieb lassen sich bestehende Möglichkeiten ausschöpfen.
Beispiele
- Heizungsregelung optimieren
- Heizungsleitungen dämmen
- Vorhandene Heizflächen besser nutzen
Geringe Eingriffstiefe
Investitionsorientierung: Bis etwa 5.000 Euro
Energiestufe B – Gezielt verbessern
Einzelne Bauteile oder technische Systeme werden gezielt verbessert oder sinnvoll ergänzt. Das bietet sich insbesondere im Zusammenhang mit ohnehin geplanten Renovierungen an.
Beispiele
- Fenster erneuern
- Kellerdecke dämmen
- Ergänzende Wärmepumpensysteme einsetzen
- Photovoltaik ergänzen
Mittlere Eingriffstiefe
Investitionsorientierung: Etwa 5.000 bis 50.000 Euro
Energiestufe C – Umfassend modernisieren
Größere Veränderungen an der Gebäudehülle oder Gebäudetechnik eröffnen weitergehende Möglichkeiten. Dazu können auch mehrere aufeinander abgestimmte Maßnahmen gehören.
Beispiele
- Umfassende Fassadendämmung
- Dach energetisch modernisieren
- Zentrale Wärmeversorgung erneuern
- Lüftungssysteme mit Wärmerückgewinnung
- Größere Photovoltaikanlagen
Hohe Eingriffstiefe
Investitionsorientierung: Etwa 50.000 bis 200.000 Euro
Die angegebenen Beträge beschreiben grobe Investitionsdimensionen möglicher Maßnahmenpakete an typischen Wohngebäuden. Sie sind keine Berechnung für das konkrete Gebäude. Die Kosten einzelner Maßnahmen können deutlich darunter oder darüber liegen, und die Bereiche können sich überschneiden. Entscheidend sind der tatsächliche Umfang und konkrete Angebote.
Der persönliche Weg
Welche Möglichkeiten passen zu Ihnen?
Der Energiestufen-Bericht beschreibt, welche energetischen Möglichkeiten ein Gebäude bietet. Welche davon persönlich sinnvoll sind, hängt von ganz anderen Fragen ab:
- Möchten Sie möglichst bald einziehen?
- Planen Sie ohnehin eine Renovierung?
- Welches Budget möchten Sie einsetzen?
- Welche Arbeiten können oder möchten Sie selbst übernehmen?
- Ist Ihnen ein geringer Energieverbrauch besonders wichtig?
- Wünschen Sie mehr Wohnkomfort, eine bessere Luftqualität oder mehr Unabhängigkeit von der öffentlichen Energieversorgung?
Diese Fragen lassen sich nicht allein anhand des Gebäudes beantworten. Deshalb können Sie bei Energiestufen Ihre persönlichen Wünsche und Rahmenbedingungen angeben. Die Antworten dienen dazu, Ihre Situation individuell einzuordnen.
Ihre Angaben bleiben zunächst nur auf Ihrem Gerät. Persönliche Angaben werden nicht für den Gebäudebericht verwendet und sind für Fachanwender – auch Immobilienmakler – nicht zugänglich.
Online-Orientierungsberatung
Persönliche Orientierung.
Sie möchten wissen, welche energetischen Maßnahmen zu Ihrem Gebäude und Ihrer persönlichen Situation passen? In einer persönlichen Online-Orientierungsberatung besprechen wir Ihre Möglichkeiten. Dabei betrachten wir unter anderem:
- Ihre Modernisierungswünsche
- Die vorhandene Gebäudetechnik
- Mögliche Maßnahmen an der Gebäudehülle
- Ihren zeitlichen Rahmen
- Ihre Investitionsbereitschaft
- Ihre persönlichen Prioritäten
30 Minuten · 79 Euro inklusive Umsatzsteuer
Nach Ihrer Anfrage und erfolgreicher Bezahlung stimmen wir einen passenden Termin miteinander ab. Die gewünschten Termine im Fragebogen sind zunächst unverbindliche Vorschläge.
Pilotbetrieb: Die Online-Bezahlung ist noch nicht freigeschaltet. Es wird derzeit nichts gebucht oder bezahlt. Ihre Anfrage können Sie bis dahin per E-Mail senden.
In Planung
Vom Gebäude zur persönlichen Entscheidung.
Der zukünftige Energiestufenplan soll einen Schritt weitergehen: Er wird die Gebäudeinformationen mit den persönlichen Prioritäten verbinden – etwa Budget, Zeitrahmen, Eigenleistungen, Wohnkomfort und Versorgungssicherheit.
Der Energiestufenplan ist eine geplante Weiterentwicklung. Er ist derzeit nicht verfügbar und gehört nicht zum Leistungsumfang der Onlineberatung.
Was Energiestufen bewusst nicht tut.
Energiestufen soll verständliche, praxisnahe Orientierung ermöglichen. Dafür konzentrieren wir uns auf die baulichen und technischen Möglichkeiten eines Gebäudes. Bestimmte Leistungen erfordern umfangreichere Berechnungen, Untersuchungen oder Fachplanungen. Diese ersetzt Energiestufen nicht.
Keine detaillierten Energieberechnungen
Energiestufen erstellt keine detaillierte energetische Gebäudebilanzierung. Es werden keine individuellen U-Werte einzelner Bauteile berechnet. Auch detaillierte Heizlast- und Anlagenberechnungen gehören nicht zum Bericht.
Keine berechneten Einsparprozentsätze
Energiestufen ermittelt keine individuellen prozentualen Energie- oder Kosteneinsparungen. Die tatsächlichen Einsparungen hängen vom Gebäude, der Ausführung und Nutzung ab.
Keine verbindliche Kostenschätzung
Die Investitionsbereiche der Energiestufen dienen ausschließlich zur Orientierung. Es werden keine individuellen Baukosten oder Angebotspreise berechnet.
Keine individuelle Förderberechnung
Energiestufen kann auf grundsätzliche Fördermöglichkeiten hinweisen. Es werden keine individuellen Förderbeträge oder Förderzusagen berechnet. Förderprogramme und Voraussetzungen können sich verändern. Vor einer Beauftragung ist eine aktuelle individuelle Prüfung erforderlich.
Keine technische Schadensdiagnose
Energiestufen ist keine Bausubstanzuntersuchung. Es ersetzt keine technische Schadensanalyse und keine Untersuchung verdeckter Bauteile.
Kein gesetzlicher Energieausweis
Der Energiestufen-Bericht ist kein Energieausweis. Ein gesetzlich vorgeschriebener Energieausweis wird durch Energiestufen nicht ersetzt.
Kein individueller Sanierungsfahrplan
Der Energiestufen-Bericht ist kein individueller Sanierungsfahrplan (iSFP) im Sinne der Bundesförderung. Er ersetzt keine entsprechende geförderte Energieberatung oder Fachplanung.
Keine verbindliche Rechtsprüfung
Gesetzliche Anforderungen werden im Bericht gesondert betrachtet. Die Darstellung ersetzt keine abschließende Prüfung aller für ein konkretes Gebäude geltenden Verpflichtungen.
Gesetzliche Anforderungen
Gesetzliche Pflichten bleiben bestehen.
Neben den freiwilligen energetischen Möglichkeiten können für ein Gebäude gesetzliche Anforderungen gelten. Maßgeblich ist insbesondere das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) in seiner jeweils geltenden Fassung – bis 28. Juli 2026 als Gebäudeenergiegesetz (GEG) bezeichnet. Es enthält Anforderungen an Gebäude und ihre Anlagentechnik.
Welche Anforderungen im Einzelfall gelten, hängt unter anderem vom Gebäude, dem baulichen Zustand und geplanten Veränderungen ab. Gesetzliche Pflichten werden bei Energiestufen unabhängig von den drei Handlungswegen A, B und C betrachtet. Sie sind keine zusätzliche Energiestufe. Eine individuelle rechtliche und technische Prüfung kann dadurch nicht ersetzt werden.
Gesetzestext: gesetze-im-internet.de/geg
Jedes Gebäude hat Möglichkeiten.
Nicht jede energetische Verbesserung erfordert eine umfassende Sanierung. Nicht jede mögliche Maßnahme muss sofort umgesetzt werden. Und nicht jede größere Investition ist für jeden Menschen der richtige Weg.
Energiestufen schafft eine Grundlage, um die Möglichkeiten eines Gebäudes besser zu verstehen und anschließend bewusst über die nächsten Schritte entscheiden zu können.